Wissenschaftler haben vielleicht einen der Auslöser für Autismus gefunden

Sep 21, 2018 by apost team

Im Laufe des letzten Jahrzehnts oder so wurden eine Menge Studien über das Darm-Mikrobiom veröffentlicht. Dieses Mikrobiom ist besonders essentiell für die allgemeine Gesundheit eines Menschen. Es kann nicht nur Reaktionen auf negative Reize wie Angst beeinflussen, sondern auch mentale Gesundheit und das Gewicht regulieren. Zusätzlich dazu könnte es auch Deine Chancen darauf, autoimmune Krankheiten wie Typ 1 Diabetes oder Lupus zu bekommen, beeinflussen.

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Eine neue Studie wurde kürzlich im Journal of Immunology veröffentlicht. Sie stellt eine Verbindung zwischen Autismus als neurologische Entwicklungsstörung und dem Darm-Mikriobiom eines Menschen her. Die Daten wurden mittels Tierstudien erhoben. Der Clou ist aber, dass unser menschliches Mikrobiom nicht der entscheidende Faktor für die Entstehung von Autismus ist. Stattdessen ist der größte Faktor das Mikrobiom Deiner Mutter.

Mikrobiome sind in der Lage, sich entwickelnde Gehirne auf eine Vielzahl von Arten zu beeinflussen. Es ist wichtig für die Kalibrierung des Immunsystems Deines Kindes. Das Mikrobiom der Mutter beeinflusst, wie das Immunsystem des Kindes auf Stress, Verletzungen und Infektionen reagiert.

Autismus könnte mit einem Molekül in Verbindung stehen, das interleukin-17a oder IL-17a genannt wird. Dieses Molekül wird vom Immunsystem eines Menschen hergestellt. Es wurde bereits mit Zuständen wie Schuppenflechte, Multiple Sklerose und rheumatischer Arthritis in Verbindung gebracht. Es spielt auch bewiesenermaßen eine große Rolle bei der Vorbeugung von Infektionen, insbesondere Pilzbefall. Und als i-Tüpfelchen sozusagen beeinflusst es, wie sich das Gehirn eines Menschen in der Gebärmutter entwickelt.

Das Team hat die Hypothese aufgestellt, dass Autismus durch das IL-17a Molekül ausgelöst wird. Um diese Vermutung zu testen, hat das Wissenschaftler-Team dieses Molekül in ihren Labormäusen blockiert. Weibliche Mäuse aus 2 verschiedenen Laboren wurden eingesetzt. Die Mäuse des ersten Labors hatten Mikroflora in ihrem Darm, der sie anfällig gegenüber einer entzündlichen Reaktion ausgelöst durch IL-17a gemacht hat. Die zweite Gruppe Mäuse hatte diese als Kontrollgruppe nicht.

Als das Team das IL-17a Molekül künstlich blockiert hat, bekamen beide Mausgruppen Nachwuchs mit neurotypischem, sprich normalem Verhalten. Doch als die Situation natürlich, ohne menschlichen Eingriff, voranschreiten durfte, entwickelte der Nachwuchs der Mäuse aus Gruppe 1 eine neurologische Entwicklungsstörung, die Autismus sehr ähnelte. Diese wirkte sich auf wiederholendes und soziales Verhalten aus.

Um zu bestätigen, dass diese Veränderung auf die einzigartige Mikroflora in der ersten Gruppe zurückgeht, nutzten die Wissenschaftler eine Methode namens Spenderstuhl. Sie benutzten Ausscheidungen der ersten Mäuse und übertrugen sie ins Gehege der zweiten, um deren Mikroflora zu verändern. Dadurch glichen sich die beiden Floras an. Wie erwartet, bekam der Nachwuchs der zweiten Gruppe nach der Veränderung der Mikroflora ebenfalls neurologische Entwicklungsstörungen, die Autismus ähnelten.

Diese ersten Studien sind nicht unbedingt auf eine menschliche Schwangerschaft übertragbar. Allerdings geben sie einen interessanten Anstoß, was die Autismusforschung angeht. Diese Studie bietet starke Hinweise darauf, dass der Darmzustand der Mutter eine Rolle bei Autismus spielt. Und von da aus können wir auch darauf schließen, dass andere neurologische Entwicklungsstörungen auch mit dem Darm der Mutter in Verbindung stehen könnten.

Wissenschaftler sagen, der nächste Schritt wäre, nachzuschauen, ob ein ähnlicher Fall beim Menschen besteht. Sie müssen auch untersuchen, welcher Teil des Mikrobiom der Mutter am meisten mit der Entwicklung von Autismus in Verbindung steht. Verschiedene andere Moleküle müssen noch untersucht werden. Laut den Wissenschaftlern könnte IL-17a ein Teil eines größeren Puzzles sein.

Was hältst Du von dieser interessanten Studie? Glaubst Du, dass noch mehr Informationen ans Licht kommen werden was die Ursachen von Autismus angeht? Lass uns wissen, was Du denkst!

Unsere Inhalte sind nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, allerdings nur von allgemeiner Natur und können in keiner Weise einen individuellen Besuch bei Deinem Arzt ersetzen. Deine Gesundheit ist uns wichtig!