Wir sollten endlich ein Drei-Tage-Wochenende haben

Okt 26, 2018 by apost team

In den letzten Jahren hat sich in unserer Arbeitswelt nicht wirklich etwas verändert. Nach wie vor schuften wir tagein und tagaus, wie vor 100 Jahren. Doch warum eigentlich? Zahlreiche Untersuchungen und Studien geben an, dass es eigentlich auch anders geht - mit einem Drei-Tage-Wochenende. Wenn Du mehr zu diesem Thema wissen willst, solltest Du unbedingt weiterlesen.

Unsere Zeit ähnelt nach wie vor der aus „Modern Times“, einem Charlie Chaplins Film aus dem Jahre 1936. Tag für Tag, zur selben Zeit stürmen zahlreiche Menschen aus den U-Bahnen und sind auf dem Weg zur Arbeit, um dort immer wieder dasselbe zu tun. Fünf bis sechs Tage die Woche. Aber muss das eigentlich wirklich sein?

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Ein zusätzlicher, freier Tag für mehr Zufriedenheit

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Laut Verhaltensökonom könnte ein zusätzlicher, freier Tag für mehr Zufriedenheit und Erholung sorgen und daher könnten negative Effekte zum größten Teil vermieden werden. Dadurch, dass man seinem Leben und Job etwas positiver gegenüberstehen würde, könnten Mitarbeiter durchaus produktiver sein.

Weitere Ergebnisse zeigen, dass zufriedene Angestellte bei einer Viertagewoche weniger kündigen und sich das Unternehmen daher auf langfristig mehr Geld einsparen würde. Das Einschulen neuer Mitarbeiter ist nämlich sehr zeitaufwändig und mit weitaus mehr Kosten verbunden. De Neve meint außerdem, dass für die meisten Menschen eine ausgewogene Work-Life-Balance sehr wichtig ist, ansonsten verabschieden sie sich frühzeitig von ihrem Job. <br>

Mit möglichen Komplikationen ist zu rechnen

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Das Konzept der Viertagewoche ist jedoch nicht so unbekannt wie man eigentlich denkt. In Neuseeland, Island und Schweden wurden bereits mehrere Experimente durchgeführt. Diese zeigen, dass die Ergebnisse der Oxford-Forschung nicht so abwegig sind. Allerdings waren diese praxisorientierten Ansätze mit Komplikationen verbunden.

Da Kundinnen und Kunden eine normale Fünftagewoche gewohnt sind, könnte eine verkürzte Woche daher Schwierigkeiten aufweisen. Es könnten daher Komplikationen, vor allem im Kundenbereich auftreten. Auch im Hinblick auf Zeitzonen könnte sich eine Viertagewoche als durchaus kompliziert erweisen. <br>

Es ist Zeit, alte Arbeitszeitmodelle ruhen zu lassen

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Wenn es um den Schichtdienst geht, könnte es diverse Lösungen geben: Die Hälfte der Mitarbeiter könnte montags frei bekommen, die andere Hälfte am Freitag. Jedoch ist es oft schwer, da wir nach wie vor an der Vorstellung hängen, dass wir nur fleißige Arbeiter sind, wenn wir auch eine gewisse Anzahl an Stunden absolvieren. Viele Menschen glauben, wenn sie nur noch vier Tage die Woche arbeiten, gelten sie als faul. Daran ist jedoch das festgefahrene Arbeitsmodell Schuld.

Vielleicht ist aber mittlerweile die Zeit angebrochen, wo wir die Art und Weise unserer Arbeitszeit vollkommen verändern. Auch der Wissenschaftler Jan De Neve ist davon überzeugt, dass eine verkürzte Arbeitszeit bald immer besser in den Alltag integriert werden kann und somit nicht mehr so starke negative Auswirkungen hat. Außerdem sind solche Arbeitszeitmodelle gar nicht mehr so abwegig, da es diese in gewissen Berufen bereits gibt.

Ob es im Endeffekt nun auf eine verkürzte Arbeitswoche oder auf das Drei-Tage-Wochenende hinausläuft, lässt sich demnach nur spekulieren. Wichtig ist, dass wir hoffentlich bald mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben haben. Gut Ding braucht eben Weile. Aber zeig den Artikel auch Deinen Freunden, damit auch sie sich über das Konzept Gedanken machen können!