So röstet Du Esskastanien richtig
Okt 16, 2018 by apost team
Es gibt wohl kaum ein Herbstritual, das so heimelig ist und so viel Gemütlichkeit verbreitet, wie das Essen oder Rösten von Kastanien, auch Maronen genannt. Der Duft der Kastanien, die bereits Ende September und Anfang Oktober von den Röstereien der Straßenhändler zubereitet werden, verbreitet sich schnell durch die Straßen und lockt Fußgänger und Spaziergänger an.
Auch auf Weihnachtsmärkten dürfen die gebrannten Kastanien nicht fehlen, sie wärmen bei eisigen Temperaturen die Hände in den Papiertüten und verbreiten einen einzigartigen Duft. Doch die Preise sind auch hier in den letzten Jahren gestiegen, für viele ein Grund, auf den beliebten heißen Snack zu verzichten.
Aber das muss gar nicht sein, denn: Essbare Kastanien kannst Du auch ohne Probleme und ganz unkompliziert in Deinem eigenen Zuhause zubereiten. Ein Glühwein und leuchtende Kerzen machen dann das Winterambiente perfekt!
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Natürlich musst Du hier darauf achten, nur Esskastanien zu verwenden, da die oft im Herbst unter den Bäumen liegenden normalen Kastanien nicht zum Verzehr geeignet sind. Sie sind zu hart, enthalten zu viele Bitterstoffe und kommen nicht an die Konsistenz der essbaren Maronen heran. Die essbaren Kastanien - lateinisch: castanea sativa - werden auch Edelkastanien genannt und sind ab Ende September oder Anfang Oktober in Supermärkten und bei regionalen Vertreibern erhältlich.
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Wie werden die Maronen zubereitet?
1. Zuerst müssen die Esskastanien ordentlich gewaschen werden und danach gut abtropfen. Am besten säubert man die Früchte, indem sie eine Stunde lang gewässert werden und etwas einweichen. Vorteil: Dabei können gleich ungenießbare Exemplare aussortiert werden, denn die Kastanien, die bereits von Würmern befallen und zerfressen sind, schwimmen oben. Der Grund sind die Wurmlöcher, die die befallene Kastanie leichter machen als die anderen.
In der Zwischenzeit wird der Ofen vorgeheizt, das geschieht bei etwa 200 - 220 °C.
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2. Nun werden die Kastanien, die bereits etwas weicher geworden sind, mit einem scharfen Messer kreuzweise eingeritzt. Das verhindert, dass sie im späteren Prozess aufplatzen und wässrig werden. Achte beim Einritzen darauf, dass auch die braune Schicht unter der Schale erwischt wird.
3. Dann werden die Kastanien gekocht: Dazu gibst du sie in kochendes Wasser, das bereits stark sprudelt und kochst sie für etwa 7 - 8 Minuten. Dann werden die Kastanien direkt auf ein Blech gegeben, diesmal lässt Du sie nicht abtropfen.
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4. Der Ofen ist jetzt bereits gut vorgeheizt, Zeit die Hitze herunterzudrehen und auf 160 - 170 °C zu reduzieren. Dann schiebst Du das Backbleck mit den feuchten Kastanien in den Ofen und lässt die braunen Rundlinge für etwa 25 Minuten backen. Zwischendurch müssen sie regelmäßig gewendet werden, damit sie nicht an der Oberfläche anbrennen, zudem musst Du etwa 3 - 4 Mal kaltes Wasser über die Kastanien sprühen.
Der Grund: Durch die Feuchtigkeit, die stetig dazugegeben wird, wirkt die Hitze besser und die harte Schale der Kastanien platzt auf. So können sie später besser geknackt und gegessen werden.
5. Wenn die 25 Minuten Backzeit um sind, nimmst Du das Blech - Achtung, nur mit dicken Handschuhen anfassen - aus dem Ofen und deckst die Kastanien sofort mit einem nassen Geschirrtuch zu. So kann das kalte Wasser noch einmal seine Wirkung tun und die letzten noch geschlossenen Schalen aufplatzen lassen.
Wenn die Kastanien etwas abgekühlt sind, können sie gefahrlos vollständig aufgeknackt und verspeist werden. Das feine nussige Aroma ist ein richtiges Fest für die Sinne.
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Hast Du Freunde, für die die Esskastanien ein unverzichtbares Ritual für die Herbst- und Winterzeit sind? Zeige dieses Rezept allen Deinen Bekannten und Freunden, damit auch sie diese Spezialität bequem im heimischen Ofen zubereiten können!