Rückblick auf den Schreibmaschinenunterricht - den Unterricht, der sich auf lange Sicht als wirklich wichtig herausgestellt hat

Jun 04, 2020 by apost team

Im Laufe der Jahre hat sich das Bildungswesen erheblich verändert, und die Technologie hatte in mehrfacher Hinsicht tief greifende Auswirkungen auf das Bildungswesen. Jetzt, im Zeitalter des Online-Lernens und der verschiedenen neue Hilfsmittel für den Unterricht, gibt es ein Unterrichtsfach, das oft als selbstverständlich angesehen oder gar vergessen wird: das Tippen. Die Schreibmaschine wird zwar nur selten als eine Technologie betrachtet, aber sie hat die Bildung und auch unsere zukünftigen Erfindungen stark geprägt.

Einführung der Schreibmaschine

Keystone-France/Gamma Keystone/Getty Images

Laut Britannica wurde die Schreibmaschine im Laufe des 19. Jahrhunderts erst nach mehreren Fehlversuchen erfunden. Erst als der amerikanische Erfinder Christopher Latham Sholes seine Erfindung 1968 patentieren ließ, gewann die Schreibmaschine an Beliebtheit und es gelang ihr dadurch auch der kommerzielle Erfolg. Im Jahr 1873 unterzeichnete Latham einen Vertrag mit dem Unternehmen E. Remington, und schon ein Jahr später gelangen Schreibmaschinen unter dem einfachen Namen Remington auf den Markt.

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Tippen als Schulfach

Laut The Atlantic hatten Schüler der richtigen Altersgruppe in den 1970er und 1980er Jahren Schreibmaschinenunterricht, und dass natürlich nicht auf einem Computer, sondern auf einer Schreibmaschine. Zu dieser Zeit boten einige Schulen entweder Schreibmaschinenunterricht für Unternehmen oder für Privatanwendungen an. Zwar waren die Methoden zur Anpassung der Leute an die QWERTZ-Tastatur vielleicht nicht so strategisch wie sie es heute sind, aber sie bereiteten die Leute für Bereiche wie die Sekretär-Ausbildung vor, wo das Tippen für die Schriftgutverwaltung und das Diktieren sehr geschätzt wurde.

Tippen und Geschlechter

Derselbe Artikel aus The Atlantic erklärt auch, wie die Schreibmaschine die Dynamik zwischen den Geschlechtern am Arbeitsplatz verändert hat. Vor der Schreibmaschine waren es meist die Männer, die die Ideen anderer Männer diktierten und aufschrieben. Nach der Erfindung der Schreibmaschine waren Frauen bereit zum Eintritt in die Arbeitswelt. Als Sekretärinnen begannen sie den Arbeitsplatz zu verändern, und dieser wurde geschlechtsgemischter als je zuvor.

Die frühen Remington-Schreibmaschinen wurden sogar an Frauen vermarktet, da sie in ihrer Form Nähmaschinen ähnelten und manche sogar durch Blumendekorationen geziert wurden. Die Frauen des mittleren 20. Jahrhunderts hatten die Aufgabe, mit der neuen Technologie, der Schreibmaschine, die notwendige Rolle der Buchführung zu übernehmen.

Neue Unterrichtsmethoden

Laut "Basic Typing Methods", einem Schwarzweißfilm der Enzyklopädie Brittanica aus dem Jahr 1943, erforderte das Schreibmaschinenschreiben verschiedene Lehrmethoden zur Entwicklung der notwendigen Fertigkeiten. Eine gute Körperhaltung und die richtige Platzierung der Füße wurden als wichtig für erfolgreiches Tippen hervorgehoben. Dieselbe Methode, die wir heute als "Halten der mittleren Tastenreihe" bezeichnen, wurde gefördert, um den Menschen zu helfen ohne hinsehen tippen zu können. Auch konnten sie dadurch schneller tippen als ein Stift schreiben konnte, anstatt die langsame "Jagd-nach-dem-Buchstaben"-Methode zu verwenden, bei der man nur nach jedem Buchstaben einzeln sucht.

Auch heute noch hat die Schreibmaschine die moderne Version des Schreibens und anderer Technologien stark beeinflusst. Obwohl Kinder heute das Schreiben auf iPhones, iPad und Laptops lernen, wäre dies ohne die ursprüngliche Erfindung der Schreibmaschine nicht möglich gewesen. Während viele vergessen haben, dass die übliche QWERTZ-Tastatur ihre Abstammung von der Schreibmaschine hat, ist denjenigen, die damals Schreibmaschinenunterricht genommen haben, sicherlich ihre ursprüngliche Entstehung bekannt.

Erinnerst du dich an den Schreibmaschinenunterricht? Bist du froh, dass du Schreibmaschinenkenntnisse erworben hast? Teile uns deine Gedanken hierzu mit und gib diesen Beitrag unbedingt an andere weiter, damit auch sie sich an die guten alten Zeiten erinnern können!