Putzen: Die besten Tipps vom Profi
Nov 16, 2018 by apost team
Reinigungskräfte werden oft als „Putzen“ abgestempelt. Personen, die anderen Leuten den Dreck wegräumen und Toiletten putzen müssen.
Wie diese Menschen mit den Vorurteilen umgehen und wer dafür nicht geeignet ist? Eine Putzfrau wurde gefragt und das sind ihre Antworten!
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Was finden Sie gut an Ihrem Beruf?
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Die Zeiten sind flexibel! Niemanden interessiert es, ob ich nun 8 oder 9 Uhr da bin, sofern ich dennoch die vorgeschriebene Dauer da bin. Wenn also mal ein Termin ansteht oder ich im Stau stehe, ist das kein Problem, dann fange ich halt später an!
Außerdem sind die meisten Kunden nett. Man kommt schnell mal ins Gespräch und zu Weihnachten gibt es bei Vielen auch was extra. Da freue ich mich immer ganz besonders, weil das mir zeigt, dass die Leute mich und meine Arbeit schätzen und mich nicht nur als „die Putze“ sehen.
Was finden Sie, ist das größte Problem in Ihrem Beruf?
Die meisten Kunden sind nett und zugänglich, aber es gibt auch bei diesem Beruf Kunden, die echt anstrengend sind. Die haben so hohe Vorstellungen, dass ich gut das Dreifache der vorgeschriebenen Zeit bräuchte, um den Anforderungen gerecht werden zu können. Diese Leute haben vermutlich selbst noch nie geputzt und wissen nicht, was sie da eigentlich verlangen. Auch bei „extra Problemen“ ist das oft der Fall. Zum Beispiel Lebensmittel mit viel Säure, wie Cola, Orangensaft, Energydrinks, und und und.
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Diese Lebensmittel können Flecken verursachen, die nie wieder rausgehen, nicht zuletzt, weil sie viele Oberflächen angreifen und dann kein Dreck, sondern eben eine Oberflächenveränderung vorhanden ist, die man optisch sieht. Da kann ich putzen, wie ich will, das wird nicht wieder! Manchen Kunden muss man ein halbes Ohr abkauen, bis sie das begreifen. Zum Glück sind die meisten sehr nett und verständnisvoll.
Wie sieht es mit Vorurteilen gegenüber Putzfrauen aus?
Manche reden den Beruf der Putzfrau schlecht und sagen, dass es sie anekelt. Dann frage ich sie, ob sie Zuhause auch nicht putzen. Da sind sie dann meistens erst mal still. Solche Leute gibt es aber zum Glück nur sehr wenig. Die meisten hinterfragen dann doch eher, wieso man diesen Beruf macht. Ich erkläre ihnen dann, wie ich zu diesem Job gekommen bin und erzähle von meinem Alltag. Die meisten sind dann positiv überrascht und beneiden mich um meine zeitliche Flexibilität und meine netten Kunden.
Was sollte man persönlich mitbringen, wenn man Putzkraft werden möchte?
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Puh, schwierige Frage. Ich habe einige Leute angelernt, sie mit Objekten und Arbeitsabläufen vertraut gemacht. Viele stellen sich gut an, es gab aber auch nicht wenige, wo ich nur den Kopf geschüttelt habe. Ich meine, ich werde für das was ich tue bezahlt. Da kann ich beim Treppe kehren nicht die Hälfte auf den Stufen liegen lassen. Oder das Waschbecken! Man sollte schon wenigsten kurz über die Armatur wischen, wenn dort Wassertropfen drauf sind, sonst gibt es später unschöne Flecken.
Und man sollte auch nicht mit dem Lappen, mit dem man gerade die Klobrille abgewischt hat, auch den Schreibtisch abwischen. Wer solche einfachen Sachen nicht begreift, sollte es sein lassen.
Können Sie Putztipps für Zuhause geben?
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Waschmittel ist super für die Badewanne! Dort bleiben ja gern Seifenreste zurück und am Rand bildet sich ein Fettrand, durch das Hautfett das beim Waschen runter geht aber nicht komplett abfließt. Mit Waschmittel geht es super weg! Mit Chlorex behandle ich gerne Spülen. Damit gehen Flecken von Kaffee und Tee super heraus und später hat man auch keine Wasserflecken!
Ist Ihnen schon mal etwas Unangenehmes auf der Arbeit passiert?
Ja, na klar! Als Putzkraft hat man mit vielen Leuten zu tun, zumindest so neben her. Da wurde ich schon das eine oder andere Mal angeflirtet. Davon abgesehen, dass es schon komisch ist, wenn jemand schöne Augen macht, während man Kittel und Gummihandschuhe anhat, bin ich verheiratet und gehe daher auf so etwas gar nicht erst ein. Auch wenn es mir schmeichelt, ist es doch eher unangenehm.
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Des Weiteren ging ich mal bei einem Haushalt putzen, wo meist jemand da und die Haustür auch nicht abgeschlossen war. Als ich mal wieder dort hin kam und ich niemanden sah, machte ich mich auf die Suche, um bescheid zu geben, dass ich nun da bin und anfange und um zu fragen, ob es besondere Wünsche gibt. Ich entdeckte dann den Hausherr in flagranti beim Fremdgehen. Da ich die Ehefrau kannte, war mir das wirklich unangenehm. Nicht viel später ließen sie sich scheiden. Ich hatte natürlich nichts erzählt, private Angelegen der Kunden gehen mich nichts an.
Wer ist bei Dir zuhause für die Ordnung und Sauberkeit zuständig? Hast Du eine Putzfee, die sich um alles kümmert oder nimmst Du den Besen lieber selbst in die Hand? Berichte es uns in den Kommentaren! Zeige diesen Artikel auch Deinen Freunden, damit auch sie noch ein paar Tipps in Sachen Reinigung erhalten können.