Mittwochs arbeitet keiner: Firma verdreifacht ihren Gewinn mit der 4-Tage-Woche

Jul 25, 2019 by apost team

Mittwochs ist frei! Bei der australischen Firma Versa muss an diesem Tag niemand arbeiten und die Mitarbeiter erhalten trotzdem ihr volles Gehalt. Diese Entscheidung hat den Arbeitsalltag des Unternehmens grundlegend verändert: Die Arbeit muss zwar besser organisiert werden, die Mitarbeiter macht es trotzdem glücklicher.

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Mittwochs geht Tiffany Schrauwen zum Tennis. Hierfür steht sie bereits morgens früh auf und steht pünktlich um neun auf dem Sportplatz. 

Wie BBC berichtet, ist Tiffany Schrauwen eigentlich Projekt-Managerin bei der australischen Digital-Marketingagentur Versa und muss in dieser Position hart für ihre beruflichen Ziele arbeiten. Doch ihr Arbeitgeber spendiert ihr – sowie allen anderen Mitarbeitern – einen zusätzlichen freien Tag in der Woche. Mittwochs bleibt das Unternehmen geschlossen, sodass die Angestellten den Tag für ihre privaten Unternehmen nutzen können.

Und das bei vollem Gehalt!

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Weltweit gibt es inzwischen Geschichten von Firmen, die ihr Arbeitspensum verringern und auf die Vier-Tage-Woche umsteigen. 

Die Idee dahinter: Der zusätzliche freie Tage bietet den Mitarbeitern mehr Freizeit und sorgt somit für mehr Erholung und Ausgleich.

Zwar verbringen die Angestellten so weniger Zeit im Unternehmen, die Produktivität steigt jedoch trotzdem, so die Theorie.

Wie soll die Arbeitszeitverkürzung funktionieren?

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Als die Geschäftsführung des australischen Unternehmens Tiffany Schrauwen mit den Plänen konfrontierte, war sie zunächst nicht überzeugt. Sie hatte Sorgen, dass der fehlende Arbeitstag zu mehr Stress und Chaos innerhalb der Firma führen könnte. 

Als Projektmanagerin sei sie schließlich verantwortlich für Mitarbeiter und Kunden und müsse dafür sorgen, dass Termine wahrgenommen werden und sich Projekte an einen Zeitplan halten.

Das Experiment der Vier-Tage-Woche wurde daher gut durchgeplant: Arbeitsabläufe wurden bereits im Vorhinein neu organisiert und effizient geplant. 

"Wenn ich den Mittwoch frei behalten möchte, bereite ich meine Woche besser vor", erklärt Schrauwen gegenüber BBC. "Jeder möchte, dass es funktioniert, weil wir die Flexibilität lieben." 

Durch die bessere Planung seien Meetings effiziente und auch unnötiges Geschwatze sowie zustätzliche Pausen würden fast komplett entfallen.

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Doch die Idee stieß nicht sofort überall auf Begeisterung:

Kath Blackham, die Gründerin und Geschäftsführerin des Unternehmens, musste versprechen, zur Fünf-Tage-Woche zurückzukehren, wäre das Experiment fehlgeschlagen: "Ich wollte beweisen, dass in einer der unwahrscheinlichsten Branchen - der Dienstleistungsbranche, in der junge Menschen bekannt dafür sind, sehr lange zu arbeiten - etwas Innovatives funktionieren kann", so Blackham. 

Das Experiment zur neuen Arbeitsregel startete im Juli 2018. Seitdem sei der Umsatz um 46 Prozent gestiegen, der Gewinn habe sich sogar verdreifacht.

Ihre Überzeugungskraft gegenüber ihres Führungsteams habe sich somit gelohnt. Dies war jedoch nur möglich, weil die Mitarbeiter großartige Arbeit leisten, so Blackham.

Warum der freie Mittwoch?

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Warum wurde gerade der Mittwoch als freier Tag ausgesprochen? Durch einen freien Montag oder Freitag hätte man den Mitarbeitern lange Wochenenden verschaffen können. 

Blackham erklärt, dass sie durch die Entscheidung die Woche in zwei Mini-Zeitabschnitte teilen wollte. Nachdem ihr aufgefallen war, dass ihre Mtiarbeiter nach den Wochenende deutlich energiegeladener arbeiteten, wollte sie hierdurch diese Produktivität des Unternehmens zusätzlich steigern. 

Dadurch, dass wirklich alle Mitarbeiter am selben Tag frei haben, würde es zudem zu keinem zusätzlichem Chaos für Kollegen und Kunden führen.

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Doch auch die Forschung unterstützt ihre Entscheidung: Auch Professor Jarrod Haar von der Auckland University of Technology in Neuseeland gab an, dass seine Mitarbeiter den Mittwoch als freien Tag bevorzugten. 

Ein weiteres Unternehmen, eine neuseeländische Firma, die sich um Nachlassplanung, Philanthropie und Anlageberatung kümmert, machte im vergangenen Jahr mit ihre, Wechsel auf die Vier-Tage-Woche auf sich aufmerksam.

Das Ergebnis der Umstellung: Es gab weniger Krankmeldungen, die Mitarbeiter fühlten sich wohler und arbeiteten produktiver, so der Bericht der BBC.

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Jedoch konnten sich nicht alle Mitarbeiter mit der neuen Regelung anfreunden. Einige Angestellten wechselten nach der Umstellung zurück in Jobs mit 5-Tage-Wochen.

Auch andere Firmen, die das Experiment wagten, kehrten zu ihrer Ursprungsregelung zurück. Wie die Washington Post berichtet, führte die zusätzliche Flexibilität bei einigen Firmen zu mehr Stress und einer verringerten Wettbewerbsfähigkeit. 

Das Modell verspreche eben nicht nur mehr Flexibilität, sondern verlange auch eine verdichtete Arbeitszeit und effiziente Produktivität.

Was denkst Du über die 4-Tage-Woche? Wärst Du bereit, an einigen Tagen mehr zu arbeiten, um dafür einen zusätzlichen freien Tag zu bekommen? Sprich auch mit Deinen Freunden darüber, nachdem Du ihnen diesen Beitrag gezeigt hast.