Im Monat nur 20 Euro für Lebensmittel ausgeben?

Sep 18, 2018 by apost team

Alljährlich landen allein in Deutschland im Wert von 22 Milliarden Euro im Müll – Lebensmittel, die eigentlich noch genießbar wären! Der Apfel hat eine Druckstelle und der Salat welke Blätter: Vieles, was in Supermärkten, in der Gastronomie aber auch in Privathaushalten weggeworfen wird, kommt nicht deshalb in den Abfall, weil es nicht mehr essbar wäre, sondern aus Gründen der Optik. Um dafür zu sorgen, dass zumindest ein Teil dieser Lebensmittel doch noch in den Kochtopf wandert, haben sich vielerorts Foodsharing-Gruppen gegründet.

So retten Foodsaver noch genießbare Lebensmittel vor dem Müll

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Beim „Foodsharing“ geht es um genau das, was der Name schon sagt: Um das Teilen von Nahrungsmitteln. Und das beginnt damit, dass sich ehrenamtliche „Foodsaver“ darum kümmern, dass Lebensmittel, die sonst weggeworfen werden würden, eben nicht in der Tonne landen. Sie wenden sich daher an Supermärkte, Bäckereien oder auch die örtliche Gastronomie und holen dort ein- oder auch mehrmals in der Woche den Überschuss ab, den sie anschließend verteilen. Da das Ziel von Foodsharing darin besteht, die Verschwendung einzudämmen, soll sich jeder beteiligen können, ganz unabhängig von seinem Einkommen.

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Die Verteilung kann sich dabei unterschiedlich gestalten: Manche Foodsaver organisieren Treffen, bei denen sich die Foodsharer kennen lernen und vielleicht auch gleich noch mit den geretteten Lebensmitteln etwas Leckeres für alle Beteiligten kochen können. Andere legen ihre Ausbeute lieber an einer lokalen Sammelstelle zur Abholung aus. Solche sogenannten „Fair-Teiler“ finden sich inzwischen in zahlreichen Städten in ganz Deutschland – und das in ganz unterschiedlichen Formen: Mal räumt ein Geschäft ein Regalbrett dafür frei, mal stellt eine Gemeinde sogar einen nur fürs Foodsharing gedachten Kühlschrank ins Rathaus.

Gesund essen und dabei Geld sparen: Deshalb lohnt sich Foodsharing

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Da im Foodsharing viel Obst und Gemüse vermittelt wird, bringst Du damit automatisch viele Vitamine in Deine Ernährung – und schonst gleichzeitig Deinen Geldbeutel: Manche Foodsharer kommen mit nur 20 Euro im Monat für Lebensmittel prima aus, weil sie regelmäßig gerettete Lebensmittel abnehmen. Da sich Foodsharing lokal umsetzen lässt, kannst Du es außerdem in Deinen Terminkalender integrieren, ohne dass großer Mehraufwand entsteht: So schnell wie einkaufen zu gehen ist es allemal, und dabei um Längen günstiger – und Du tust obendrein auch der Umwelt etwas Gutes.

Herausfinden, wo ganz in Deiner Nähe Foodsharing betrieben wird, kannst Du dabei beispielsweise online unter foodsharing.de oder auch über das Nachbarschaftsnetzwerk nebenan.de: Dort gibt es bereits Foodsharing-Gruppen, und wenn in Deiner Stadt noch keine aktiv ist, kannst Du auch einfach selbst eine ins Leben rufen.

So wirst auch Du in 5 Schritten zum Foodsharer

Wenn Du nicht nur Lebensmittel abnehmen, sondern auch selbst retten willst, dann kannst Du so als Foodsaver aktiv werden:

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1. Lass Dir erklären, wie die Abholung abläuft: Für Anfänger gibt es in Foodsharing-Gruppen zumeist kleine Einführungen, und gewöhnlich wirst Du auch von einem erfahrenen Foodsaver begleitet, wenn Du das erste Mal Lebensmittel abholst. Läuft diese erste Runde gut, dann kannst auch ohne Begleitung loslegen.

2. Übernimm Dich nicht: Denk daran, dass alles, was Du rettest, auch verteilt werden muss – es sollen ja anschließend nicht die aufwändig geretteten Lebensmittel doch noch in Deinem Kühlschrank vergammeln.

3. Trau Dich auch an Lebensmittel mit Makeln heran: Druckstellen, welke Blätter und Co. sind kein Grund dafür, Obst und Gemüse wegzuwerfen. Es lohnt sich, zu lernen, was Du noch retten kannst – und was schnell verarbeitet werden muss!

4. Sei zuverlässig und höflich: Wenn Du einen Termin zur Abholung ausgemacht hast, dann solltest Du Dich auch daran halten, da Dir sonst womöglich die Betriebe abspringen – für Supermärkte und Gastronomie ist das Wegwerfen leider leichter als Foodsharing, und wenn jemand mit Dir kooperiert, dann solltest Du das zu schätzen wissen und einen höflichen Umgang pflegen.

5. Geh auf Deine Mitmenschen zu: Wenn Du Lebensmittel zu verteilen hast, kann es sein, dass Du Anfangs ein wenig Geduld mitbringen musst, um Abnehmer zu finden. Indem Du bei nebenan.de eine Gruppe eröffnest, kannst Du dort auch Beiträge posten, um neue Mitglieder zu informieren – Du kannst aber auch an Schwarzen Brettern online und in Deiner Stadt Aushänge anbringen, um Deinen Einzugsbereich zu vergrößern.

Was denkst Du über das Prinzip des Foodsavings? Interessiert es Dich, einer Gruppe beizutreten? Zeig den Artikel auch Deinen Freunden, damit auch sie erfahren, wie sie für wenig Geld gut essen können!