Frau bietet älterem Paar Hilfe an, das sich wegen der Coronavirus-Pandemie "fürchtete ins Lebensmittelgeschäft zu gehen"

Mär 20, 2020 by apost team

Mit dem Ausbruch der weltweiten Coronavirus-Pandemie dient eine Frau aus Oregon als Paradebeispiel und als Mahnung für alle, Mitgefühl und Güte füreinander zu zeigen, insbesondere für die Älteren unter uns, die zu den gefährdetsten Menschen gehören.

Am Mittwoch veröffentlichte die professionelle Läuferin Rebecca Mehra über Twitter ein Erlebnis, das sie während des Einkaufs in ihrem lokalen Lebensmittelgeschäft hatte. Als sie vor dem Laden ankam, bemerkte sie auf dem Parkplatz ein älteres Paar, das in ihrem Auto saß. Auf dem Weg in den Laden hörte sie, wie eine Frauenstimme sie zu sich rief. Es war die ältere Dame aus dem Auto.

Sobald sich Rebecca dem Auto näherte, rollte die Dame das Fenster ein wenig herunter. Die Dame stand fast davor in Tränen auszubrechen. Sie teilte Rebecca mit, dass sie und ihr Mann verängstigt seien und sich nicht in den Laden trauten. Sie erklärte, dass sie beide bereits über 80 Jahre alt seien. Sie hatten vieles über das Coronavirus gehört und darüber, dass es besonders für ältere Menschen gefährlich, ja sogar tödlich sei. Ihrer Angabe nach befanden sich keine Familienmitglieder in der Nähe, an die sie sich hätten wenden könnten.

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Die ältere Dame hielt eine Einkaufsliste und einen 100-Dollar-Schein hoch. Sie fragte, ob Rebecca eventuell bereit wäre in den Laden zu gehen und die Lebensmittel auf der Liste für sie einzukaufen. Rebecca zögerte keine Sekunde. Sie begab sich schnurstracks in den Laden, beschaffte die Lebensmittel, brachte sie zum Parkplatz, lud sie in den Kofferraum des Autos des Ehepaars und übergab der älteren Frau die Quittung und das Wechselgeld.

Das Ehepaar war überaus dankbar. Es stellte sich heraus, dass sie bereits 45 Minuten lang auf dem Parkplatz saßen und darauf warteten, "die richtige Person" um Hilfe zu bitten. Rebecca war gerührt, und sie war so froh, dass sie helfen konnte. In ihrem Twitter-Beitrag erinnerte sie die Leute daran, dass es in dieser Zeit der Angst und Hysterie sehr wichtig sei, allen Bedürftigen zu helfen, wenn sich einem die Gelegenheit dazu bieten sollte. Es gäbe Menschen, die niemanden hätten, den sie um Hilfe bitten könnten.

Rebeccas Geschichte verbreitete sich aus gutem Grund rasant. Viele Twitter-Nutzer lobten sie und dankten ihr für die gute Tat und für den hervorragenden Ratschlag. Im Interview für CBS News verriet Rebecca, dass ihre Erfahrung mit dem älteren Paar ein Warnsignal für sie war und dass sie nun erkannt hätte, wie sehr die aktuelle Situation ihre Gemeinde beeinflusste.

Das Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention weist darauf hin, dass es derzeit keinen Impfstoff gegen das Coronavirus, das auch als COVID-19 bekannt ist, gibt und dass die am meisten gefährdeten Personen ältere Erwachsene mit chronischen Gesundheitsproblemen wie Krebs, Diabetes, Herz- und Lungenkrankheiten usw. sind. Bis Freitag wurden in den Vereinigten Staaten etwa 1.663 Fälle des Coronavirus bestätigt, und mindestens 41 Todesfälle werden mit dem Virus in Verbindung gebracht. Die meisten der Todesfälle traten im Bundesstaat Washington auf. Das Virus breitet sich mit rasender Geschwindigkeit aus, wobei in den letzten 24 Stunden mindestens 400 neue Fälle bestätigt wurden. Weltweit gibt es etwa 138.069 bestätigte Coronavirus-Fälle, darunter etwa 5.103 Todesfälle.

Das als COVID-19 bekannte Virus, eine Mutation des Coronavirus, ist im Dezember 2019 in der chinesischen Provinz Wuhan ausgebrochen. Die Atemwegserkrankung verbreitete sich sehr schnell über die ganze Welt. Die Weltgesundheitsorganisation erklärte COVID-19 zu einer Epidemie der öffentlichen Gesundheit. Das letzte Mal trat ein solcher Vorfall während der Zika-Epidemie 2016 auf.

Da Wuhan ein wichtiger Knotenpunkt des weltweiten Verkehrs ist und eine Bevölkerung von etwa 11 Millionen Einwohnern hat, war es nicht möglich das Virus nur auf diese Stadt einzugrenzen. Als die Menschen kamen und gingen wurde das Coronavirus über die ganze Welt verbreitet – unter anderem auch in die Vereinigten Staaten. Der allererste Coronavirus-Fall wurde in der Nähe von Seattle, Washington, in einer Stadt namens Everett bestätigt. Der Infizierte kam kürzlich von einer Reise aus Wuhan zurück. Daraufhin stieg die Zahl der Fälle exponentiell an.

Die Lage wurde zunehmend ernster, als am 26. Februar 2020 der erste Fall eines durch die Gemeinde verbreiteten COVID-19 in Kalifornien diagnostiziert wurde. "Durch die Gemeinde verbreitet" bedeutet, dass das Virus bei jemandem identifiziert wurde, der weder kürzlich irgendwohin gereist war, noch mit einer Person in Kontakt gekommen war, die mit dem Virus infiziert war. Der erste dem Coronavirus zugeschriebene Todesfall trat am 29. Februar 2020 ein. Bei der Verstorbenen handelte es sich um eine über 50 Jahre alte Frau mit bereits bestehenden Gesundheitsproblemen. Nur einen Tag später kam der zweite, auf das Virus zurückzuführende Todesfall. Diesmal war das Opfer ein Mann in einer Langzeit-Pflegeeinrichtung. Auch er hatte bereits gesundheitliche Probleme und war über 70 Jahre alt. Die Pflegeeinrichtung befand sich in der Nähe von Seattle. Seitdem gab es 29 weitere Todesfälle im Bundesstaat Washington. Die meisten von ihnen sind in derselben Pflegeeinrichtung aufgetreten.

In dem Versuch, die Ausbreitung von COVID-19 zu verlangsamen, begaben sich viele Menschen freiwillig in die Selbstisolation, während andere an verschiedenen Orten weltweit von Arbeitern im Gesundheitswesen und den öffentlichen Behörden unter Zwangsquarantäne gestellt wurden. Das tödliche Coronavirus löste weltweit Panik aus.

In der gegenwärtigen Situation ist es wichtiger denn je, dass wir aufeinander achten und den gefährdeten Angehörigen unserer Gesellschaft helfen. Genauso wie es Rebecca Mehra tat. Lass Deine Freunde und Deine Familie an diesem Beitrag teilhaben und ermutige sie dazu, ihn sich durchzulesen. In Zeiten wie diesen sollten wir alle ermutigende und aufbauende Geschichten lesen und sie uns zu Herzen nehmen.