Die besten Mitarbeiter erscheinen später und gehen früher

Jul 25, 2019 by apost team

Der Chef sieht sie gerne: Überstunden. Am besten noch unbezahlt. Denn fleißige und produktive Arbeitnehmer kommen früh zur Arbeit und gehen erst spät, richtig? Falsch! Das Gegenteil ist der Fall.

istockphotos.com/Stígur Már Karlsson /Heimsmyndir

Viel Zeit verbringen sie im Büro, die emsigen, die sich für ihren Job aufopfern wollen. Wer hierzulande früh ins Büro kommt und lange bleibt, der gilt als guter Mitarbeiter. Schließlich verbringt derjenige die ganze Zeit produktiv mit der Arbeit. Das klingt logisch, ist aber weit gefehlt. Schlussendlich verheizen sich die Mitarbeiter nur selbst.

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Berufsaufstieg durch Überstunden?

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Weiterhin denken viele, dass wenn sie so früh wie möglich zur Arbeit antanzen und erst so spät wie möglich nach Hause schlürfen, es ihrer Karriere einen mächtigen Auftrieb verleiht. Es reicht, vor dem Chef schon da zu sein und beschäftigt zu scheinen. Später geht man erst, wenn der Chef das Büro verlassen hat. Leistung ist weniger wichtig als der Anschein.

Die Wahrheit ist: Der Chef freut sich über unproduktive Mitarbeiter. Denn wer nicht ausschläft und den Großteil seines Tages im Büro verbringt, hat kaum die Chance, seine Energiezellen wiederaufzuladen.

Frühkommer und Spätgeher sind bessere Mitarbeiter

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Diese These mag gewagt sein, doch ich wage sie dennoch: Angestellte arbeiten dann am besten, wenn sie spät auf der Arbeit erscheinen und früh wieder verschwinden. Sie sind besser, weil sie sich nach der Arbeit auf die Freizeit konzentrieren, Energie tanken und sich entspannen können. In der Freizeit beschäftigen sie sich mit anderen Dingen als der Arbeit, bekommen neue Impulse und Perspektiven.

Manch eine gute Idee kommt einem morgens, in der Dusche, am Abend beim Joggen oder während des Lesens eines Buches vor dem Schlafengehen. Hat der Angestellte viel weniger Zeit für solche Dinge, wird er auch im Büro nicht auf neue Ideen kommen.

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Wer sich auf den Feierabend freuen kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, wird wesentlich energetischer und kreativer an die Arbeit herangehen als jene, die nur im Dauerstress stehen. Besonders diejenigen, die vor Stress bald umfallen und eigentlich eine vom Arzt verordnete Pause bräuchten, werden dem Chef weniger einbringen als die ausgeruhten und gesunden Mitarbeiter.

Überstunden sind nicht automatisch ein Garant für mehr Produktivität. Effektiver ist ein gut strukturierter Arbeitstag und Pünktlichkeit. Wenn Du sogar früher gehen kannst, weil Du Deine Arbeit bereits abgeschlossen hast, um so besser. Denn das heißt, dass Du richtig produktiv warst und Dir Deinen Feierabend verdient hast. Mit der extra Portion Freizeit kommst Du am nächsten Tag mit mehr Energie und Motivation ins Büro.

Nun frage ich Dich, wer ist der bessere Mitarbeiter? Der ausgeruhte und organisierte Angestellte? Oder der, der sich nur den Anschein gibt, indem er nach dem Chef das Büro verlässt? Lass uns einen Kommentar da und diskutiere den Beitrag auch mit Deinen Freunden!