Avocado ist keine vollständig vegane Frucht

Okt 18, 2018 by apost team

Die Avocado war bekannt als reines veganes Produkt. Allerdings wurde in einer britischen Wissenschaftssendung herausgefunden, dass die Superfrucht nicht für Veganer geeignet ist.

Momentan wird alles aus der Avocado gemacht. Seit Jahren erfreut sich die Frucht hoher Beliebtheit und ist auch heute noch voll im Hype. Gerade in Deutschland hat der Konsum in den letzten Jahren sich zum Teil vervierfacht. Das hat unterschiedliche Gründe. Zum einen gilt die Avocado als gesund und reich an Kalium und ungesättigten Fettsäuren, die unser Körper nicht selbst herstellen kann. Außerdem schmecken sie noch lecker und beugen angeblich gegen Krebs sowie Herzinfarkte vor.

Nicht umsonst zählt die Frucht bei vielen Veganern zum absoluten Favoriten. Allerdings ist es nicht sicher, ob es sich wirklich um ein reines veganes Produkt handelt. Dieser Mission ging die britische TV-Sendung "QI" nach und behauptet, dass die Frucht an sich nicht 100 Prozent vegan sein kann.

Die TV-Sendung ist sehr beliebt in England und baut ihr Programm rund um das Thema Essen und Ernährung auf. In einer vor kurzem ausgestrahlten Folge ging es um die Frage, welche bestimmten Lebensmittel nur für Veganer in Frage kämen. Es sollten Produkte sein, an denen Tiere nicht leiden mussten. Folgende vegane Produkte wurden untersucht und getestet:

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  • Avocados
  • Kiwis
  • Melonen
  • Butternuss-Kürbisse
  • Mandeln
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Dabei kam etwas Interessantes und Unerwartetes heraus. Insgesamt waren 4 Kandidaten vertreten, welche die oben genannten Lebensmittel nach ihrer Tauglichkeit überprüfen sollten. Jeder der Kandidaten war der Meinung, dass es sich um 5 vegane Produkte handelte. Allerdings folgte kurz darauf der Schock. Die Moderation antwortete, dass ein echter Veganer keines dieser Nahrungsmittel verzehren dürfte.

Bienen werden für Avocados auf unnatürliche Weise benutzt

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Viele Veganer fragten sich nach der Antwort, was der Grund sei, warum die Avocado kein reines veganes Produkt sein soll. Die Antwort sind die Bienen. Sie seien der Grund laut der Moderatorin Sandi Toksvig. Im Grunde genommen werden die Bienen für die Zucht der Avocados auf unnatürliche Weise benutzt. Pflanzen lassen sich nur schwer kultivieren. Deswegen müssen die Bienen lange Strecken mit hohen Kasten zurücklegen. Sie schwärmen zur Bestäubung aus, werden in Kisten verstaut und fliegen anschließend zu den nächsten Feldern. Der gleiche Prozess findet bei Salat, Kirschen. Brokkoli sowie Gurken statt.

Viele der Tierschutz-Organisationen weisen seit Jahren darauf hin, dass der Umgang mit den Honigbienen dramatisch sei. Vor allem in der Honigindustrie werden die kleinen Bienen ausgenutzt und genetisch manipuliert, um ausreichend Honig zu produzieren. Damit natürliches Schwärmen verhindert wird, werden die Bienenstöcke mit unterschiedlichen Mitteln verändert.

Vegan zu sein ist nahezu unmöglich

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Eine Veganer Organisation widerspricht den Behauptungen der Sendung. Sie wissen, dass Tiere indirekt bei der Produktion von veganen Lebensmitteln beteiligt sind. Leider lässt sich die Situation nicht komplett verhindern. Allerdings sollte man sich dennoch um das Wohl der Tiere kümmern. Vor allem Veganer leisten einen hohen Beitrag dazu, dass die Tiere nicht falsch behandelt werden. Sämtliche Änderungen im Bereich der landwirtschaftlichen Praktiken seien willkommen.

Veganer sind eine Gruppe von Personen, die nur Lebensmittel essen, an denen kein Tier leiden musste. Allerdings sind 100 Prozent vegane Nahrungsmittel so gut wie unmöglich. Im Prinzip sind immer Tiere indirekt an deren Entwicklung beteiligt und müssen dafür arbeiten. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Avocado, welche in einer britischen Sendung genauer unter die Lupe genommen wurde.

Streng genommen handelt es sich um kein veganes Produkt, da Bienen schwere Lasten dabei tragen mussten. Ein veganes Nahrungsmittel zu finden ist sicherlich nicht einfach. Wenn Du noch nicht wustest, dass Bienen für so viel mehr als Honig verantwortlich sind, dann solltest Du den Artikel auch Deinen Freunden zeigen, damit auch sie erfahren, was Bienen wirklich alles machen!