'America's Most Wanted' begann mit der Mission eines Vaters den Vermisstenfall seines eigenen Sohnes zu ehren

Okt 30, 2019 by apost team

Im Verlauf der 25 Staffeln der US-amerikanischen Dokumentarfernsehsendung "America’s Most Wanted" half deren Moderator John Walsh dabei, mehr als 1.000 Kriminelle hinter Gitter zu bringen. Dabei hatte er die Hilfe der Zuschauer und von Mitarbeitern der Strafverfolgung. Erstaunlicherweise waren mehr als ein Dutzend dieser Kriminellen auf der Liste mit den meist gesuchten Verbrechern des FBI.

Obwohl Walsh und die Show eine erkennbare Wirkung hatten, wissen die meisten Zuschauer nicht, dass Walshs eigener Sohn vermisst worden war, was dazu geführt hatte, dass er diese Fernsehsendung moderierte und das Zentrum für vermisste und ausgenutzte Kinder gründete.

Im Jahr 1981 ging Walshs Frau Revé mit ihrem jungen Sohn Adam in einem Einkaufszentrum in Hollywood, Florida, einkaufen. Als Revé in einem anderen Gang schauen wollte, stellte sie fest, dass Adam innerhalb weniger Sekunden verschwunden war.

Die Strafverfolgungsbehörden durchforsteten schon bald das Einkaufszentrum, mit Dutzenden von Polizeiteams und sogar einem Helikopter, während sie nach Adam suchten. Tragischerweise endete die Suche damit, dass Adams Überreste in einem Kanal gefunden wurden.

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Während sie noch um ihren Sohn trauerten, waren John und Revé entschlossen, den Strafverfolgungsbehörden dabei zu helfen, einen Weg zu entwickeln, wie man besser nach vermissten Kinden suchen konnte. Die unermüdliche Kampagne des Paares führte zur Gründung des Zentrums für vermisste und ausgenutzte Kinder und dem Inkrafttreten des Missing Children's Act.

Das Zentrum für vermisste und ausgenutzte Kinder postete ein Bild auf Facebook mit einem Zitat von John Welsh, das besagt: "Eines Tages ging ich zur Arbeit und sah meinen Sohn nie wieder. Wir lieben und vermissen dich, Adam."

Johns Kampagne im Namen von vermissten Kindern ist einer der Gründe, wieso die Produzenten ihn als Moderator für "America’s Most Wanted" aussuchten. In einem Interview mit Nightline berichtete John davon, dass es schwierig für ihn sei, mit anderen Eltern von ermordeten Kindern zu sprechen, da Adam immer in seinen Gedanken ist. Zum Glück konnten die Walshs schließlich ein Stück weit damit abschließen, als sie die Identität von Adams Mörder erfuhren.

Im Jahr 2008 hatte das Hollywood Police Department entschieden, dass der Serienmörder Ottis Toole Adam entführt hatte. In einer Pressekonferenz hatte die Behörden angegeben, dass Toole während der ursprünglichen Ermittlungen ein Verdächtiger gewesen sei und er hatte Adams Mord mehrere Male gestanden.

Damals zweifelte die Polizei Tooles Rolle in dem Fall an. Toole war bekannt dafür, Verbrechen zu gestehen und dann seine Aussagen zu widerrufen. Weitere Überprüfungen führten dann dazu, dass die Detectives zu dem Schluss kamen, dass Toole, der 1996 im Gefängnis starb, tatsächlich der Mann gewesen war, der Adam das Leben genommen hatte.

Nachdem er die Identität von Adams Mörder erfahren hatte, fuhr Walsh fort, den Strafverfolgungsbehörden bei ihrer Mission für Gerechtigkeit zu helfen. Er berichtete ABC, dass er glaubt, dass Adam stolz auf das wäre, was er tut. "Ich glaube, wo auch immer er ist, er ist [stolz]. Er wäre jetzt ein 35-jähriger Mann", sagte Walsh. "Ich weiß es nicht, ich hoffe es. Ich liebte diesen kleinen Jungen."

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