Aldi verlangt künftig Geld für Obst- und Gemüsetüten
Jun 12, 2019 by apost team
Aldi Nord und Aldi Süd reagieren auf die Kritik zum fehlenden Umweltbewusstsein: In Zukunft werden die Obst- und Gemüsebeutel in den Märkten Geld kosten. Diese waren bisher kostenlos und wurden vermehrt genutzt, seitdem Plastiktüten Geld kosten. Aldi setzt sich das Ziel, bis zum Jahr 2022 alle Verpackungen der Eigenmarken recyclebar anzubieten.
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Wer in Zukunft bei Aldi einen Einweg-Plastikbeutel für Obst und Gemüse nutzen möchte, muss hierfür einen Cent bezahlen. Die dünnen Plastiktüten wurden bisher kostenlos angeboten und von vielen Kunden daher als Alternative zur kostenpflichtigen Einkaufstüte genutzt. Hierfür soll künfigt ein "symbolischer Preis" gezahlt werden.
Mit dieser Entscheidung reagiert Aldi auf die Kritik am vielen Plastik in den Märkten.
Auch die Supermarktkette Real will ein Zeichen setzen und bis 2020 alle Plastikbeutel durch Papier- und Mehrwegtüten ersetzen.
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Ein hoher Plastikverbrauch
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Die Zahlen des Bundesumweltministeriums sprechen für sich: So wurden im vergangenen Jahr in Deutschland mehr als drei Milliarden dieser Einweg-Plastiktüten verbraucht. Dies entspricht 37 Beutel pro Person! Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung sei diese Verbraucherzahl höher als in den Jahren 2015 und 2016.
Eine positive Nachricht gibt es jedoch: Die Zahl der Einkaufstüten aus Plastik, die seit 2016 nur noch gegen eine Gebühr an den Kassen verkauft werden, sei deutlich zurückgegangen. Dies habe jedoch zur Folge, dass immer mehr Kunden den gesamten Einkauf in die kostenfreien Obst- und Gemüsetüten verstauen.
Ein Umdenken findet statt
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Als Alternative zu den dünnen Plastikbeuteln möchte Aldi zudem ab Herbst 2019 in allen Filialen auf Mehrwegnetze setzen, die in den Märkten angeboten werden. Auch die Mehrwegnetze anderer Handelsketten dürfen genutzt werden.
Wer nicht auf den Einwegbeutel verzichten möchte, kann ab diesem Sommer ebenfalls eine umweltfreundlichere Alternative nutzen: Die neuen Obst- und Gemüsebeutel des Discounters werden aus Bioplastik, einem nachwachsendem Rohstoff, angefertigt.
„Wir würden uns freuen, wenn andere Händler mitziehen", kommentiert Kristina Bell, die bei Aldi für die Qualitätssicherung und Unternehmensverantwortung innerhalb des Einkaufes tätig ist. "Denn nur durch eine branchenweite Lösung können wir bei der Reduzierung der Plastiktüte einen großen Schritt nach vorne machen“.
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Dass umweltfreundliches Einkaufen funktioniert, zeigt der Vorreiter Italien. Dort müssen Kunden bereits seit Anfang 2018 bis zu drei Cent pro Plastikbeutel bezahlen.
Auch in Deutschland spüren viele Supermärkte, dass immer mehr Verbraucher ein Interesse an Umweltschutz zeigen und ihren Plastikverbrauch senken wollen. Auch sogenannte Unverpackt-Läden, in denen Kunden ihre eigenen Verpackungen selbst abfüllen können, zeugen von dieser Entwicklung.
Das Umweltministerium verlangt weitere Maßnahmen und setzt auf konkrete Vorschläge zur Kunststoff- und Plastikmüllreduktion.
Nachhaltiges Handeln bei Aldi
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Bereits 2018 kündigte Aldi an, bis 2025 30 Prozent weniger Plastikverpackungen für ihre Eigenmarken zu nutzen. Bis 2022 sollen zudem alle Verpackungen dieser Produkte recyclingfähig sein.
Einweg-Plastikartikel wie Plastikgeschirr, -Strohhalme und -Becher wurden bereits zu Beginn des Jahres von Aldi Nord und Süd aus dem Sortiment genommen oder durch alternative Mehrweglösungen ersetzt. Seit März diesen Jahres verzichtet der Discounter auch bei Salatgurken auf die Plastikfolie.
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Seit 2019 arbeitet Aldi zudem mit dem Gründerzentrum Techfounders an weiteren Lösungen für ein umweltbewusstes Leben. Ganze 85 Jungunternehmen haben sich bereits mit umweltfreundlichen Innovativen bei Aldi beworben.
Aldi zegt als Branchenvorreiter, wie auch große Ketten umweltbewusst und nachhaltig handeln können. Nun müssen nur noch die Kunden mitmachen.
Was sagst Du zum Umdenken des Discounters? Bist Du bereit, in Zukunft mehr Geld auszugeben, um umweltfreundlich zu handeln oder hast Du vielleicht sogar bessere Vorschläge für ein plastikfreies Einkaufen? Lass uns Deine Meinung wissen und vergiss nicht, diesen Beitrag auch Deinen Freunden zu zeigen, um gemeinsam darüber zu diskutieren.